Schwangerschaft Aktualisiert: 18. Januar 2026 5 Min. Lesezeit

Empfängnisrechner - Berechnen Sie den Zeugungstermin

Der Empfängnisrechner ermittelt den wahrscheinlichen Zeitpunkt der Befruchtung (Konzeption) basierend auf dem Geburtstermin oder der aktuellen Schwangerschaftswoche. Dieses Tool ist hilfreich für werdende Eltern, die den genauen Zeugungstermin ermitteln möchten, sowie in rechtlichen oder medizinischen Kontexten.

Was ist die Empfängnis?

Die Empfängnis (Konzeption) ist der Moment, in dem eine Samenzelle eine Eizelle befruchtet. Dies geschieht typischerweise im Eileiter etwa 12-24 Stunden nach dem Eisprung. Die befruchtete Eizelle wandert dann zur Gebärmutter und nistet sich etwa 6-12 Tage nach der Befruchtung ein.

Unterschied: Befruchtung vs. Empfängnis vs. Schwangerschaftsbeginn

Befruchtung:

  • Verschmelzung von Ei- und Samenzelle
  • Findet im Eileiter statt
  • 12-24 Stunden nach Eisprung

Empfängnis/Konzeption:

  • Synonym für Befruchtung
  • Beginn der embryonalen Entwicklung
  • Genetisches Material vereint sich

Medizinischer Schwangerschaftsbeginn:

  • Wird ab erstem Tag der letzten Periode gerechnet
  • Etwa 2 Wochen vor tatsächlicher Befruchtung
  • Standardmethode in Gynäkologie

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Die durchschnittliche Länge Ihres Menstruationszyklus (Standard: 28 Tage)

Berechnung des Zeugungstermins

Methode 1: Rückrechnung vom Geburtstermin

Die Schwangerschaft dauert durchschnittlich 280 Tage (40 Wochen) ab dem ersten Tag der letzten Periode, aber nur 266 Tage (38 Wochen) ab der tatsächlichen Befruchtung.

Formel: Zeugungsdatum = Geburtstermin - 266 Tage

Beispiel:

  • Geburtstermin: 15. Oktober 2026
  • Zeugungsdatum: ca. 22. Januar 2026 (266 Tage früher)

Fruchtbares Fenster: Da Spermien 3-5 Tage überleben können, ist das tatsächliche Zeugungsfenster etwa 5 Tage:

  • Frühester Geschlechtsverkehr: 17. Januar 2026
  • Spätester Geschlechtsverkehr: 22. Januar 2026

Methode 2: Berechnung nach letzter Periode

Formel: Zeugungsdatum = Erster Tag letzte Periode + 14 Tage

Dies basiert auf einem durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung am Tag 14.

Beispiel:

  • Letzte Periode begann: 8. Januar 2026
  • Wahrscheinlicher Eisprung: 22. Januar 2026
  • Zeugungsfenster: 17.-23. Januar 2026

Methode 3: Berechnung nach aktueller SSW

Wenn Sie die aktuelle Schwangerschaftswoche kennen:

Formel: Zeugungsdatum = Heute - (SSW × 7 Tage) + 14 Tage

Beispiel:

  • Heute: 1. März 2026
  • Aktuelle SSW: 10
  • Zeugungsdatum: 1. März - 70 Tage + 14 Tage = 13. Januar 2026

Genauigkeit der Zeugungstermin-Berechnung

Unsicherheitsfaktoren

Die Berechnung des exakten Zeugungstermins ist mit Unsicherheiten behaftet:

FaktorUnsicherheitErklärung
Spermienvariabilität±5 TageSpermien können 3-5 Tage überleben
Eisprungvariabilität±2 TageEisprung schwankt selbst bei regelmäßigem Zyklus
Zykluslänge±7 TageBei unregelmäßigem Zyklus größere Abweichung
Implantationszeitpunkt±3 TageEinnistung erfolgt 6-12 Tage nach Befruchtung
Ultraschall-Messung±3-7 TageJe nach SSW bei Messung

Realistisches Zeugungsfenster

Statt eines einzelnen Tages sollten Sie ein Zeitfenster von 5-7 Tagen annehmen:

Hohes Wahrscheinlichkeit: ±3 Tage um berechnetes Datum

Mögliches Fenster: ±5 Tage um berechnetes Datum

Beispiel:

  • Berechneter Zeugungstermin: 15. Januar
  • Wahrscheinlichstes Fenster: 12.-18. Januar
  • Mögliches Fenster: 10.-20. Januar

Biologischer Ablauf der Befruchtung

Phase 1: Eisprung (Ovulation)

Zeitpunkt: Etwa 14 Tage vor nächster Periode (bei 28-Tage-Zyklus Tag 14)

Vorgang:

  • Follikel im Eierstock platzt
  • Reife Eizelle wird freigesetzt
  • Eizelle wandert in Eileiter
  • Befruchtungsfähigkeit: 12-24 Stunden

Hormon: LH-Peak (Luteinisierendes Hormon) löst Eisprung aus

Phase 2: Befruchtung (Konzeption)

Ort: Ampulle des Eileiters (äußeres Drittel)

Vorgang:

  • Spermien wandern durch Gebärmutterhals → Gebärmutter → Eileiter
  • Dauer: 30 Minuten bis 6 Stunden
  • Nur 200-300 von Millionen Spermien erreichen Eizelle
  • Eines durchdringt Zona pellucida (Eihülle)
  • Zellkerne von Ei- und Samenzelle verschmelzen
  • Genetische Ausstattung ist komplett: 23 Chromosomenpaare

Geschlechtsbestimmung:

  • X-Spermium + Eizelle (X) = Mädchen (XX)
  • Y-Spermium + Eizelle (X) = Junge (XY)

Zeitpunkt: 12-24 Stunden nach Eisprung

Phase 3: Zellteilung und Wanderung

Tag 1-3 nach Befruchtung:

  • Befruchtete Eizelle heißt nun Zygote
  • Beginnt Zellteilung während Wanderung
  • 2 Zellen → 4 Zellen → 8 Zellen → 16 Zellen (Morula)
  • Bewegt sich durch Eileiter zur Gebärmutter

Tag 4-5:

  • Erreicht Gebärmutterhöhle
  • Entwickelt sich zur Blastozyste (hohle Zellkugel)
  • Äußere Schicht wird Plazenta, innere wird Embryo

Phase 4: Einnistung (Implantation)

Zeitpunkt: 6-12 Tage nach Befruchtung (durchschnittlich Tag 9)

Vorgang:

  • Blastozyste heftet sich an Gebärmutterschleimhaut
  • Gräbt sich in Endometrium ein
  • Beginnt HCG (Schwangerschaftshormon) zu produzieren
  • Verbindung zur mütterlichen Blutversorgung entsteht

Symptom: Manche Frauen bemerken Einnistungsblutung (leichte Schmierblutung)

Ab jetzt: Schwangerschaft ist biologisch etabliert, Schwangerschaftstest wird positiv

Faktoren, die den Zeugungstermin beeinflussen

Zykluslänge

28-Tage-Zyklus (Standard):

  • Eisprung etwa Tag 14
  • Zeugungsfenster: Tag 9-15

Kürzerer Zyklus (z.B. 24 Tage):

  • Eisprung etwa Tag 10
  • Zeugungsfenster: Tag 5-11

Längerer Zyklus (z.B. 35 Tage):

  • Eisprung etwa Tag 21
  • Zeugungsfenster: Tag 16-22

Wichtig: Die Lutealphase (nach Eisprung) ist relativ konstant bei 12-16 Tagen. Die Follikelphase (vor Eisprung) variiert.

Spermienlebensdauer

Spermien können im weiblichen Körper 3-5 Tage überleben (selten bis zu 7 Tage):

Überlebensfaktoren:

  • Fruchtbarer Zervixschleim (um Eisprung) verlängert Überlebenszeit
  • Optimaler pH-Wert der Vagina
  • Gesunde Spermienqualität
  • Temperatur und Umgebung

Implikation: Geschlechtsverkehr 5 Tage vor Eisprung kann zur Schwangerschaft führen!

Eizelllebensdauer

Die Eizelle ist nach dem Eisprung nur 12-24 Stunden befruchtungsfähig:

Optimales Zeitfenster:

  • Sex 2-3 Tage vor Eisprung: höchste Chance (Spermien warten auf Eizelle)
  • Sex am Tag des Eisprungs: ebenfalls hohe Chance
  • Sex 1 Tag nach Eisprung: letzte Chance (Eizelle noch frisch)

Mehrfacher Geschlechtsverkehr

Bei mehrfachem Verkehr im fruchtbaren Fenster:

Welches Sperma gewinnt?

  • Nicht unbedingt das “erste” oder “letzte”
  • Spermien können bis zu 5 Tage “warten”
  • Frischeste und schnellste Spermien haben Vorteil
  • Bei Verkehr kurz vor Eisprung: meist diese Spermien erfolgreich

Beispiel:

  • Sex am 10., 12., und 14. Januar
  • Eisprung am 15. Januar
  • Wahrscheinlichste Befruchtung: Spermien vom 14. Januar
  • Möglich: Auch Spermien vom 10.-12. Januar

Empfängnisrechner für verschiedene Zwecke

1. Familienplanung und Kinderwunsch

Anwendung:

  • Rückwärtsrechnung vom Wunsch-Geburtstermin
  • Identifizierung des optimalen Zeugungsfensters
  • Planung um Urlaub, Arbeit, Lebensereignisse

Beispiel:

  • Wunsch-Geburtstermin: Juli 2026 (Sommerbaby)
  • Optimales Zeugungsfenster: Oktober 2026
  • Fruchtbare Tage planen und nutzen

2. Vaterschaftsbestimmung

Anwendung:

  • Bei Unsicherheit über Vaterschaft
  • Eingrenzung möglicher Väter basierend auf Verkehrsdaten
  • Vorbereitung auf genetischen Test

Wichtig:

  • Nur DNA-Test liefert 99,99% Sicherheit
  • Zeitberechnung gibt nur Wahrscheinlichkeit
  • Bei rechtlichen Fragen: professionelle Beratung

Beispiel:

  • Partner A: Verkehr 5.-10. Januar
  • Partner B: Verkehr 15.-20. Januar
  • Berechneter Zeugungstermin: 12. Januar
  • Wahrscheinlich: Partner A (aber DNA-Test empfohlen!)

3. Medizinische Anwendungen

Genetische Beratung:

  • Bestimmung des Expositionszeitpunkts gegenüber Medikamenten/Toxinen
  • Risikobewertung in kritischen Entwicklungsphasen

Pränataldiagnostik:

  • Planung von Screening-Tests (Zeitfenster-abhängig)
  • Berechnung der optimalen Zeitpunkte für Ultraschall

Mehrlingsschwangerschaften:

  • Bestimmung, ob ein- oder zweieiige Zwillinge
  • Zeitpunkt der Befruchtung(en)

4. Rechtliche Kontexte

Scheidung/Sorgerecht:

  • Zeitliche Einordnung der Schwangerschaft
  • Unterhaltsfragen

Erbrecht:

  • Bestimmung des Konzeptionszeitpunkts bei Erbschaftsfragen
  • Rechte ungeborener Kinder

Wichtig: In rechtlichen Fällen sind medizinische Gutachten und DNA-Tests erforderlich!

Zeugungstermin bei künstlicher Befruchtung

IVF (In-Vitro-Fertilisation)

Berechnung:

  • Exakter Befruchtungstag bekannt (Labor)
  • Geburtstermin = Befruchtungstag + 266 Tage

Korrektur nach Embryo-Alter:

  • 5-Tage-Embryo (Blastozyste): Transfer + 261 Tage
  • 3-Tage-Embryo: Transfer + 263 Tage
  • 2-Tage-Embryo: Transfer + 264 Tage

Genauigkeit: ±1 Tag (sehr präzise!)

ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Gleiche Berechnung wie IVF, da Befruchtungstag dokumentiert ist.

IUI (Intrauterine Insemination)

Berechnung:

  • Ähnlich wie natürliche Befruchtung
  • Inseminationsdatum ≈ Eisprungdatum
  • Zeugungsdatum = Inseminationsdatum ±1 Tag

Geschlechtsbestimmung und Zeugungstermin

Mythen über Geschlechtsbeeinflussung

Shettles-Methode (wissenschaftlich umstritten):

Theorie:

  • Y-Spermien (Junge): schneller, aber kurzlebiger
  • X-Spermien (Mädchen): langsamer, aber langlebiger

Empfehlung für Jungen:

  • Sex am Tag des Eisprungs
  • Tiefe Penetration
  • Weiblicher Orgasmus (alkalisiert Umgebung)

Empfehlung für Mädchen:

  • Sex 2-4 Tage vor Eisprung
  • Flache Penetration
  • Kein weiblicher Orgasmus

Wissenschaftlicher Konsens:

  • Keine überzeugenden Beweise
  • Natürliches Geschlechtsverhältnis: ~105 Jungen : 100 Mädchen
  • Nur PID (Präimplantationsdiagnostik) bei IVF ist sicher (ethisch/rechtlich problematisch)

Mythos: Zeugungszeitpunkt und Geschlecht

Behauptung: Man kann anhand des Zeugungstermins das Geschlecht ableiten.

Realität: Geschlecht wird im Moment der Befruchtung bestimmt (welches Spermium eindringt), nicht vorhersagbar durch Timing.

Zwillinge und Mehrlinge

Eineiige Zwillinge

Entstehung:

  • Eine Eizelle wird von einem Spermium befruchtet
  • Embryo teilt sich in ersten 14 Tagen
  • Identisches genetisches Material
  • Immer gleiches Geschlecht

Zeugungstermin:

  • Ein einziger Zeugungstermin
  • Teilung erfolgt Tage später

Häufigkeit: 3-4 pro 1000 Geburten

Zweieiige Zwillinge

Entstehung:

  • Zwei Eizellen werden zur gleichen Zeit befruchtet (innerhalb 24h)
  • Zwei Spermien beteiligt
  • Unterschiedliches genetisches Material (wie normale Geschwister)
  • Geschlecht kann unterschiedlich sein

Zeugungstermin:

  • Technisch zwei Zeugungstermine
  • Aber innerhalb 24 Stunden (gleicher Eisprung)

Häufigkeit: Variiert stark (Genetik, Alter, ethnische Herkunft)

  • Natürlich: 8-15 pro 1000 Geburten
  • Nach IVF: deutlich höher (oft 2 Embryonen transferiert)

Drillinge und höhere Mehrlinge

Kombinationen möglich:

  • Alle eineiig (sehr selten)
  • Alle zweieiig
  • Kombination (z.B. 2 eineiig + 1)

Zeugungstermin: Innerhalb 24-48 Stunden

Frühe Schwangerschaft - Was passiert nach der Empfängnis?

Woche 1-2 (nach Konzeption)

Embryonale Entwicklung:

  • Zygote → Morula → Blastozyste
  • Zellteilungen (2, 4, 8, 16, 32 Zellen…)
  • Wanderung durch Eileiter
  • Einnistung in Gebärmutter (Tag 6-12)

Symptome: Meist keine spürbaren Symptome

Hormone: HCG-Produktion beginnt nach Einnistung

Woche 3-4 (nach Konzeption / SSW 5-6)

Embryonale Entwicklung:

  • Embryo ist 1-2 mm groß
  • Neuralrohr bildet sich (Rückenmark, Gehirn)
  • Herz beginnt zu schlagen (ca. Tag 21-22)
  • Plazenta entwickelt sich

Symptome:

  • Ausbleibende Periode (häufig)
  • Leichte Übelkeit möglich
  • Brustspannen
  • Müdigkeit
  • Schwangerschaftstest positiv

Hormone: HCG steigt schnell (verdoppelt sich alle 2 Tage)

Woche 5-8 (nach Konzeption / SSW 7-10)

Embryonale Entwicklung:

  • Größe: 5-40 mm
  • Alle Organe beginnen sich zu bilden
  • Gliedmaßen entwickeln sich
  • Gesichtszüge formen sich
  • Ab Woche 9: Fötus (nicht mehr Embryo)

Symptome:

  • Morgenübelkeit (50-80% der Frauen)
  • Extreme Müdigkeit
  • Häufiges Wasserlassen
  • Empfindliche Brüste
  • Stimmungsschwankungen

Zeugungstermin und pränatale Exposition

Kritische Entwicklungsphasen

Woche 3-8 (nach Konzeption):

  • Organogenese - Bildung aller Organe
  • Höchste Empfindlichkeit gegenüber Teratogenen (schädigende Substanzen)
  • Medikamente, Alkohol, Drogen können schwere Schäden verursachen

Wichtig: Wenn Sie schwanger werden möchten, verhalten Sie sich ab Zeugungszeitpunkt wie schwanger (kein Alkohol, Rauchen etc.)

Medikamente und Zeugungstermin

Alles-oder-Nichts-Prinzip (Woche 1-2):

  • Vor Einnistung: Schädigung führt meist zu Fehlgeburt
  • Nach Einnistung: Normale Entwicklung

Kritische Phase (Woche 3-8):

  • Organbildung - höchstes Risiko für Fehlbildungen
  • Vorsicht bei allen Medikamenten

Berechnung der Exposition: Zeugungstermin-Berechnung hilft, kritische Expositionszeitpunkte zu identifizieren.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den genauen Tag der Zeugung bestimmen?

Nein, nur ein wahrscheinliches Zeitfenster von 5-7 Tagen. Spermien können bis zu 5 Tage überleben, und der Eisprung variiert. Nur bei IVF ist der Befruchtungstag exakt bekannt.

Was ist genauer: Berechnung nach Periode oder nach Ultraschall?

Der Ultraschall in SSW 8-12 ist genauer (±3 Tage) als die Berechnung nach letzter Periode (±7 Tage). Bei unregelmäßigem Zyklus ist der Ultraschall deutlich zuverlässiger.

Kann der Zeugungstermin bei Zwillingen unterschiedlich sein?

Bei eineiigen Zwillingen: Nein, gleicher Zeugungstermin. Bei zweieiigen Zwillingen: Theoretisch unterschiedlich, aber praktisch innerhalb 24 Stunden (gleicher Eisprung). Extrem selten: Superfetation (zweiter Eisprung während bestehender Schwangerschaft).

Ist der berechnete Zeugungstermin vor Gericht als Beweis anerkannt?

Nein, nur als Hinweis. Für rechtliche Vaterschaftsfragen ist ein DNA-Test erforderlich (99,99% Genauigkeit). Die Zeitberechnung kann unterstützend wirken, ist aber keine definitive Aussage.

Beeinflusst das Alter die Genauigkeit der Berechnung?

Indirekt ja. Mit zunehmendem Alter (besonders ab 35) werden Zyklen oft unregelmäßiger, was die Berechnung nach letzter Periode ungenauer macht. Die Ultraschall-Methode bleibt jedoch gleich genau.

Kann ich durch Berechnung des Zeugungstermins das Geschlecht beeinflussen?

Nein, wissenschaftlich nicht belegt. Das Geschlecht wird im Moment der Befruchtung festgelegt (X oder Y Chromosom des Spermiums). Timing-Methoden (Shettles) haben keine überzeugenden wissenschaftlichen Beweise.

Was bedeutet “Konzeptionsalter” vs. “Schwangerschaftsalter”?

Konzeptionsalter (embryonales Alter): Zeit seit tatsächlicher Befruchtung (~38 Wochen bis Geburt)

Schwangerschaftsalter (menstruelles Alter): Zeit seit letzter Periode (~40 Wochen bis Geburt)

Unterschied: Immer 2 Wochen (medizinisch wird Schwangerschaftsalter verwendet)

Wie genau ist der Empfängnisrechner bei unregelmäßigem Zyklus?

Deutlich ungenauer. Bei Schwankungen >7 Tage ist die Berechnung nach Periode unsicher (±14 Tage möglich). Verlassen Sie sich dann auf:

  1. Frühen Ultraschall (SSW 8-12)
  2. Ovulationstests (wenn vor Schwangerschaft durchgeführt)
  3. Basaltemperatur-Dokumentation

Fazit

Der Empfängnisrechner ist ein nützliches Tool zur Schätzung des wahrscheinlichen Zeugungstermins, basierend auf dem Geburtstermin, der letzten Periode oder der aktuellen Schwangerschaftswoche. Während er eine gute Orientierung bietet, ist es wichtig zu verstehen, dass die Angabe ein Zeitfenster von 5-7 Tagen darstellt, nicht einen exakten Tag.

Die biologische Realität - mit Spermien, die bis zu 5 Tage überleben, variablem Eisprung und individuellen Zykluslängen - macht eine präzise Bestimmung unmöglich. Am genauesten ist die Berechnung nach frühem Ultraschall (SSW 8-12) oder bei künstlicher Befruchtung (IVF/ICSI), wo der Befruchtungstag dokumentiert ist.

Für medizinische, rechtliche oder persönliche Fragen sollten Sie immer professionelle Beratung einholen. Bei Vaterschaftsfragen ist ein DNA-Test die einzige sichere Methode.


Hinweis: Dieser Rechner dient der Information und ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Bei Fragen zur Empfängnis, Schwangerschaft oder Vaterschaft konsultieren Sie bitte einen Arzt, Gynäkologen oder Rechtsanwalt.

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